Messplatz einer frühen digitalen Pfahlmessung mit Hydraulikpresse und Datenerfassung
Beratung

Beratung und Prüfplanung

Wer erst nach der Ausschreibung prüft, zahlt zweimal. Wir legen das Prüfkonzept fest, solange die Änderung noch nichts kostet.

Der Unterschied

Prüfen ist Pflicht. Optimieren ist Rechnen.

Pfahlgründungen werden regelmäßig auf der sicheren Seite bemessen, weil belastbare Messwerte fehlen. Eine Probebelastung ersetzt den Sicherheitszuschlag durch eine Zahl.

Das Ergebnis sind kürzere Pfähle, weniger Pfähle oder beides. In vielen Projekten trägt die Optimierung die Prüfkosten mehrfach.

Vorbereitung von Traverse, Pressen und Messtechnik in der Halle in Gotha

Prüfkonzept

Art, Anzahl und Zeitpunkt der Prüfungen, abgestimmt mit Statik, Baugrundgutachten und Bauablauf.

vor der Ausschreibung

Pfahloptimierung

Eine Probebelastung vor der Ausführung senkt Pfahlanzahl und Pfahllänge. Die Ersparnis übersteigt die Prüfkosten regelmäßig.

weniger Pfahlmeter

Ausschreibung

Formulierungshilfen für Leistungsverzeichnisse, damit die Prüfleistung vergleichbar bleibt und nicht am Ende jemand anderes rechnet.

LV-Texte

Normwahl

DIN EN ISO 22477-1 und -4, EA-Pfähle, DIN 1054, Eurocode 7, DIN EN 1537. Wir sagen, welcher Nachweis welchen Aufwand nach sich zieht.

Nachweisführung

Baustellenlogistik

Platzbedarf, Reaktionssystem, Krane, Zufahrten. Was auf dem Papier passt, muss auch auf die Baustelle passen.

Planung vor Ort

Prüfumfang

Anzahl der Probepfähle, Prüflast, Reaktionssystem. Wir leiten den Umfang aus dem Projekt ab, nicht aus einer Faustformel.

nach EA-Pfähle

Ablauf

Sechs Schritte bis zum Nachweis.

  • Erstgespräch, Baugrundgutachten und Pfahlkonzept sichten
  • Prüfumfang nach EA-Pfähle festlegen, Anzahl der Probepfähle bestimmen
  • Reaktionssystem und Prüflast definieren, Statik der Konstruktion erstellen
  • Termin- und Kostenrahmen abstimmen, Ausschreibungstext liefern
  • Durchführung mit eigenem Gerät und eigener Messtechnik
  • Auswertung, Prüfbericht und Empfehlung für die Ausführung
Weitere Leistungen

Alles, was mit 40.000 kN und Präzisionsmesstechnik möglich ist.

Pfahllängenermittlung

Nachträgliche Bestimmung der Pfahllänge an bestehenden Gründungen. Grundlage sind Laufzeitmessungen am Pfahlkopf, ausgewertet über die materialabhängige Wellengeschwindigkeit.

Setzungs- und Neigungsmessung

Messung von Setzung und Neigung an Bauwerken, Fundamenten und Prüfkonstruktionen. Auflösung der Wegmessung 1/100 mm, Neigung über Ketteninklinometer.

Niveauregulierung und Konstanthaltung

Elektronisch geregelte Hydraulik hält Last oder Höhenlage über Stunden und Tage konstant. Eingesetzt bei Langzeitbelastungen und beim Anheben von Bauteilen.

Kalibriermessung Hydraulik

Pressen, Kraftmessdosen und Aggregate werden im eigenen Haus kalibriert und dokumentiert. Jede Prüfung läuft mit nachgewiesener Messkette.

Entwicklung von Messsystemen

Alle Mess- und Steuersysteme sind Eigenentwicklungen, seit 1995 vollelektronisch. Sonderaufbauten entstehen für das jeweilige Projekt.

Programm- und Softwareentwicklung

Steuerung, Datenerfassung und Auswertung laufen auf eigener Software. Laststufen, Haltezeiten, Zyklen und Kriechmaße sind frei programmierbar.

Warum prüfen

Was eine Probebelastung verhindert.

Pfähle sind Stützen aus Beton oder Stahl, die das Gewicht eines Bauwerks durch weichen Boden bis in tragfähige Schichten leiten. Sie stecken bis zu 60 Meter tief, werden einbetoniert und sind danach nie wieder zugänglich. Ob ein Pfahl die geplante Last wirklich trägt und ob sein Beton fehlerfrei ist, zeigt allein die Messung.

Was dort schiefgeht, zeigt sich im Terminplan, im Nachtrag und vor Gericht. Vier Risiken, vier Antworten.

Prüfkonzept ab Planungsphase
  1. 01

    Der Mangel meldet sich zu spät

    Die Fehlstelle sitzt 18 Meter tief und fällt erst auf, wenn der Rohbau steht. Dann ist die Baustelle gestoppt und niemand weiß, wie viele Pfähle noch betroffen sind.

    Integritätsprüfung direkt nach dem Betonieren. 100 Pfähle am Tag, Befund noch auf der Baustelle.

  2. 02

    Sie bezahlen Pfähle, die keiner braucht

    Ohne Messung rechnet die Statik mit Tabellenwerten und Sicherheiten auf Verdacht. Bezahlt werden Pfahlmeter, Beton und Bewehrung, die der Boden gar nicht verlangt.

    Probebelastung vor der Ausführung. Die gemessene Tragfähigkeit liegt regelmäßig über dem Ansatz, das kürzt die Gründung.

  3. 03

    Der Streit kostet mehr als die Prüfung

    Ohne Messwerte steht Aussage gegen Aussage: Bauträger, GU, Pfahlbauer, Prüfstatiker. Gutachten, Nachträge, Bauzeitverzug. Die Kosten trägt am Ende der, der nichts belegen kann.

    Messprotokoll und CAPWAP-Auswertung als belastbarer Nachweis. Zahlen beenden Diskussionen.

  4. 04

    Der Nachweis wird verlangt, nicht erbeten

    DIN EN ISO 22477-1, EA-Pfähle und Eurocode 7 fordern den Nachweis der Tragfähigkeit. Fehlt er, fehlt die Freigabe, und die Haftung bleibt beim Planer.

    Prüfkonzept ab der Planungsphase, abgestimmt mit Prüfstatik und Bauherr.

Prüfstand einer statischen Probebelastung an der Mainbrücke Marktbreit
Ablauf

So läuft ein Prüfauftrag ab.

Kein Schritt davon wird eingekauft. Deshalb halten die Termine, auch wenn die Baustelle sie kurzfristig verschiebt.

  1. 01

    Prüfkonzept

    Pfahlart, Baugrund, Lastfall. Wir legen fest, welches Verfahren den Nachweis führt und welches nur Geld kostet.

  2. 02

    Aufbau vor Ort

    Eigene Traversen, eigene Belastungskronen, eigene Messtechnik. Ein Team, ein Ansprechpartner, keine Subunternehmerkette.

  3. 03

    Messung

    Kraft, Weg, Dehnung, Zeit. Aufgezeichnet mit Systemen, die wir selbst gebaut haben und deshalb bis in die Firmware verstehen.

  4. 04

    Auswertung und Bericht

    CAPWAP-Modellanalyse, Last-Setzungs-Linie, prüffähiger Bericht nach DIN EN ISO 22477-1. In der Regel binnen weniger Tage.

Antworten

Häufige Fragen

Alle Fragen zu Ablauf, Verfahren, Normen und Terminen stehen im FAQ-Bereich.

Projektanfrage

Projekt anfragen

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